Geburtstermin berechnen und aktuelle SSW erfahren

Wenn Dein Baby sich hochoffiziell mit dem ersten Ultraschallbild angekündigt hat, dann möchtest Du als erstes natürlich eines ganz schnell wissen: Wann kann ich meinen kleinen Schatz endlich in den Armen halten? So viel sei schon mal gesagt: Babys kommen, wann sie wollen - und das ist selten pünktlich am errechneten Geburtstermin. Der ungefähre Tag der Geburt kann mit mehreren Methoden berechnet werden. Fast alle davon kannst Du auch selbst anwenden. Alles, was Du zu diesem Thema wissen musst (und ein Tool zum Geburtstermin berechnen), findest Du hier. 

Die Periode

Um alles wirklich nachvollziehen zu können, starten wir am besten ganz am Anfang.

Denn gerade wenn Du schwanger werden möchtest, solltest Du deinen Körper besonders gut kennen und alles rund um Deine Zykluslänge, Deine Periode und Deinen Eisprung im Blick haben. 

Das wird Dir außerdem helfen, den Geburtstermin Deines Babys zu berechnen.

Während des Eisprungs kann eine reife Eizelle befruchtet werden. Bleibt die Befruchtung aus, kommt es zur Abstoßung - also zur Menstruation, im Alltag meist Periode oder Regel genannt.

Ein kleines Ratespiel für Dich: Wie viele Regelblutungen hat eine Frau in ihrem ganzen Leben? Lösung: Eine ganze Menge, nämlich etwa 500.

Im Schnitt sind Mädchen bei ihrer ersten Regelblutung 12,5 Jahre alt.

Zwischen 45 und 55 Jahren beginnen die sogenannten Wechseljahre, bis die Periode schließlich vollends ausbleibt. Ab diesem Zeitpunkt ist keine Schwangerschaft mehr möglich. 

regelblutung

Der Zyklus

So bezeichnet man die Zeitspanne zwischen dem ersten Tag Deiner letzten Periode und dem letzten Tag vor der nächsten Periode.

Die durchschnittliche Zykluslänge beträgt 28 Tage, im Normbereich liegt eine Länge zwischen 25 und 35 Tagen.

Gerade wenn Du schwanger werden möchtest, ist Deine durchschnittliche Zykluslänge zur Berechnung des Eisprungs sehr wichtig.

Der Eisprung

Wenn man die Befruchtung gezielt stattfinden lassen möchte, ist es wichtig, den ungefähren Zeitraum des Eisprungs zu kennen.

Ca. zwei Wochen vor der nächsten Periode, also etwa in der Mitte der durchschnittlichen Zykluslänge, findet der Eisprung mit großer Wahrscheinlichkeit statt.

Das ist jeden Monat der einzige Zeitpunkt, an dem eine Befruchtung möglich ist.

Es gibt eine schier endlose Auswahl an Apps, die Dir dabei helfen, alles im Blick zu behalten.

Im Grunde funktionieren alle gleich, daher wählst Du am besten einfach nach Deinen persönlichen Präferenzen aus. Oder Du machst Dir ganz klassisch Notizen im Kalender.

eisprung

Am ersten Tag deiner letzten Periode fällt der Startschuss

Es hat geklappt und Deine Schwangerschaft hat offiziell begonnen - hurra, ihr werdet Eltern! Spätestens jetzt kommt der Geburtsterminrechner zum Einsatz.

Bei der Befruchtung der Eizelle bist Du schon am Ende der zweiten Schwangerschaftswoche (SSW) oder am Beginn der dritten SSW. Wie das möglich ist?

Der erste Tag Deiner Schwangerschaft ist der erste Tag Deiner letzten Periode. Dieses Datum solltest Du notieren, da Du es brauchst, um den Geburtstermin zu berechnen.

Geburtstermin Berechnung mit der Naegele-Regel

Die Naegele-Regel ist quasi ein Retro-Geburtsterminrechner: Diese Methode, um die verbleibende Zeit bis zur Geburt zu berechnen, ist stolze 200 Jahre alt und geht auf den Gynäkologen Reinhold Nägele zurück.

Mit dieser Methode kannst Du einfach und zuverlässig den Geburtstermin berechnen, weshalb sie bis heute noch angewandt wird. Du brauchst dafür nicht mal einen Taschenrechner.

Einzige Voraussetzung: Du kennst den ersten Tag Deiner letzten Periode.

Hier ist sie, die erste Rechenaufgabe für euch als zukünftige Eltern: Notiere den ersten Tag Deiner letzten Regelblutung, zB 15.12. Dann zähle 7 Tage dazu - das ergibt den 27.12.

Dann ziehst Du 3 Monate ab und addierst 1 Jahr. Dein Kind wird also etwa am 27.9. des nächsten Jahres das Licht der Welt erblicken. Kompliziert? Hier ist die Formel nochmal kurz und knackig:

Tag deiner letzten Periode + 7 Tage - 3 Monate + 1 Jahr = Geburtstermin

naegele-regel zum geburtstermin berechnen

Berechnung des Geburtstermins bei regelmäßigem Zyklus

Der Geburtstermin lässt sich am genauesten berechnen bei einer durchschnittlichen Zykluslänge von 28 Tagen, mit Eisprung am 14. Zyklustag. Die Methode von Naegele geht von einem solchen Zyklus aus.

Ein regelmäßiger Zyklus ist zwar hilfreich, um den Geburtstermin möglichst genau zu berechnen, aber dennoch keine Garantie für absolute Richtigkeit des voraussichtlichen Geburtstermins.

Berechnung des Geburtstermins bei unregelmäßigem Zyklus

Nicht alle Frauen haben einen Bilderbuchzyklus von 28 Tagen. Das ist kein Grund zur Sorge, denn der Zyklus wird von vielen Faktoren beeinflusst.

Zum Glück sind die Geburtsterminrechner schlau genug, um dennoch den Termin zu berechnen.

Auch die Naegele-Regel kannst Du ganz einfach anpassen und auch bei einem unregelmäßigen Zyklus den Geburtstermin berechnen:

Erster Tag der letzten Regel + 7 Tage - 3 Monate + 1 Jahr und dann +/- Anzahl an Tagen die Dein Zyklus vom Schnitt abweicht = Geburtstermin

Geburtstermin Berechnung per Ultraschall

Erster Tag der letzten Periode ist unbekannt? Kein Grund zur Sorge.

Trotz aller Rechenkünste wird Dein Frauenarzt ohnehin anhand der Entwicklungsdaten des Babys das genaue Geburtsdatum noch einmal unter die Lupe nehmen.

Dafür ist die Länge des Oberschenkelknochens (Femurlänge) und der Kopfumfang wichtig. Der Geburtstermin kann so sehr genau eingeschätzt werden.

geburtstermin berechnung mit ultraschall

Hilfsmittel zur Berechnung des Geburtstermins

Es gibt einige Geburtsterminrechner, die Dir zur Verfügung stehen: Offline gibt es Gravidarien (das sind auch die Rechner, die beim Frauenarzt häufig zum Einsatz kommen) oder Stift und Papier für die Naegele-Regel.

Online findest du verschiedene Rechner, so auch weiter unten in diesem Beitrag. 

Die Genauigkeit der Berechnung

Sehr häufig ist der genaue Tag der Zeugung nicht bekannt. Daher wird die Dauer einer Schwangerschaft pauschal mit 280 Tagen angesetzt, also 40 Wochen oder 10 (Mond)Monate.

Ein Geburtsterminrechner kommt nah an den voraussichtlichen Geburtstermin ran, bietet aber keine hundertprozentige Garantie für Richtigkeit. Der Tag, an dem Dein Baby zur Welt kommt, ist letztlich immer eine Schätzung.

Warum der Entbindungstermin wichtig ist

Aus mehreren Gründen sollte man den ungefähren Tag der Geburt kennen. Mit diesem Termin wird beispielsweise der Beginn des Mutterschutzes festgelegt.

Auch gegenüber dem Arbeitgeber sollte man aus dem Geburtstermin möglichst bald kein Geheimnis mehr machen. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Kontrolltermine beim Frauenarzt zur richtigen Zeit angesetzt werden.

Abgesehen davon gibt es für werdende Eltern bis zum Geburtstermin jede Menge zu organisieren:

Vorbereitungskurse für die Geburt, die Krankenhaustasche packen, die Anmeldung im Krankenhaus, der letzte Urlaub zu zweit und Babysocken bügeln.

Die aktuelle Schwangerschaftswoche richtig angeben

Bei Untersuchungen ist meist nicht der genaue Geburtstermin Thema, sondern es wird das Alter der Schwangerschaft, die sogenannten Schwangerschaftswochen, angegeben.

zyklus berechnen

Wenn Du also zB 23+3 liest, dann bedeutet das, dass du seit 23 Wochen und 3 Tagen schwanger bist - also in der 24. Schwangerschaftswoche (SSW).

Unser Geburtsterminrechner liefert diese Daten gleich mit.

Babys folgen ihrem eigenen Geburtsterminrechner

Von der Befruchtung bis zur Geburt vergehen im Schnitt ca. 266 Tage. Nur 4 Prozent aller Babys kommen zum errechneten Termin. Immerhin 26 Prozent kommen eine Woche vor oder nach dem Geburtstermin zur Welt.

Beim Großteil, nämlich 66 Prozent, findet die Geburt innerhalb von 14 bis 21 Tagen rund um den errechneten Geburtstermin statt.

Das errechnete Datum ist also eine gute Einschätzung für alle Beteiligten, dennoch kann man nicht ganz genau wissen, wann das Baby schlussendlich kommt.

Bitte hier entlang zum Geburtsterminrechner

Das ganze Herumgerechne ist Dir zu mühsam und Du willst mit einem Klick berechnen, wann der Geburtstermin ist? Der Rechner erledigt das für Dich. Du musst einfach nur den ersten Tag der letzten Periode eingeben und schon weißt du, wie lange Du Dein Kind noch unter dem Herzen trägst. Neben dem Termin erfährst du auch die aktuelle Schwangerschaftswoche (SSW). Einen Geburtsterminrechner kannst Du direkt hier finden.

Berechnung des Geburtstermins und der Schwangerschaftswoche (SSW)
Erster Tag der letzten Periode:
Durchschnittliche Zykluslänge in Tagen*:
*Hinweis: Die durchschnittliche Zykluslänge liegt bei 28 Tagen. Bei Abweichungen bitte den Wert anpassen.
Geburtstermin und SSW berechnen
Ihr Baby wird ungefähr an folgendem Datum geboren:*
Sie befinden sich in folgender Schwangerschaftswoche:
*Hinweis: Nur Ihr Arzt kann den Geburtstermin genau bestimmen.
Berechnung wiederholen

Kontrolltermine in der Schwangerschaft

Bis zum voraussichtlichen Entbindungstermin finden mehrere Kontrollen statt, bei denen ein Blick auf das Wohl des Kindes und der Mutter geworfen wird.

Gut zu wissen: Bis auf den Ultraschall muss der Termin nicht immer beim Arzt sein, denn auch eine Hebamme kann die Untersuchungen vornehmen.

Auch bei Fragen rund um´s Kind, die aktuelle SSW, der Schwangerschaft allgemein, Berechnung des Termins und noch vieles mehr ist die Unterstützung einer Hebamme Gold wert.

Mögliche Ursachen für eine Frühgeburt

Wenn Dein Baby deutlich vor dem Geburtstermin zur Welt kommt (von Frühgeburt spricht man in Abstufungen bis zur 36. SSW), kann das eine Reihe von Ursachen haben.

Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen, Probleme mit der Gebärmutter oder der Plazenta, hohe psychische Belastung, vorherige Fehlgeburten, das Alter der Mutter sowie der Konsum von Alkohol und Zigaretten in der Schwangerschaft.

Mögliche Ursachen für eine Spätgeburt

Der errechnete Termin ist schon vorbei, die Maße des Kindes deuten darauf hin, dass die Entwicklung abgeschlossen ist und trotzdem passiert nichts?

Dafür gibt es bisher keine eindeutig bekannten Ursachen. Meist gibt es in der Familie bereits solche Fälle.

Auch eine vorangegangen Spätgeburt erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es Dein Baby mit dem Geburtstermin nicht so genau nimmt und jeden Rechner im Regen stehen lässt.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was, wenn ich den ersten Tag der letzten Periode nicht weiß?

Im ersten Moment kommt vielleicht ein bisschen Hektik auf, wenn Du das Datum Deiner letzten Regelblutung nicht genau weiß. Das ist aber kein Grund zur Sorge, denn der Arzt kann per Ultraschall herausfinden, wie weit Dein Baby schon entwickelt ist. Basierend auf diesen Daten wir dann der Entbindungstermin geschätzt.

Was sieht man im Ultraschall?

Im Ultraschall ist in der 5. Schwangerschaftswoche noch nicht viel zusehen. Du erkennst eine schwarze Kugel, welche mit Fruchtwasser gefüllt ist.

In diesem Fruchtwasser befindet sich der Embryo. Allerdings ist dieser noch so winzig, dass er nicht erkennbar ist. Im Laufe der nächsten Wochen wird sich das aber ändern.

Welche Arten gibt es zum Geburtstermin berechnen?

Wenn der Tag der Befruchtung tatsächlich bekannt ist, dann kann man zu diesem Datum 266 Tage dazuzählen, also 38 Wochen. Achtung: Nach dem Geschlechtsverkehr kann es in einem Zeitraum von bis zu drei Tagen zur Befruchtung kommen.

Diese Methode ist zum genauen Berechnen also eher ungeeignet. Daneben gibt es noch die bereits erwähnte Naegele-Regel und die Feststellung per Ultraschall.

Letzteres ist der verlässlichste Weg festzustellen, wann Dein Baby zur Welt kommt.

Bis wann zählt eine Geburt als Frühgeburt?

Alles Babys, die vor 37+0 das Licht der Welt erblicken, gelten als Frühchen.

Ab der Lungenreife etwa in der 28. Woche und ab einem Gewicht von ca. 500 g stehen heutzutage die Chancen gut, dass die Eltern ihr Baby nach einiger Zeit im Krankenhaus mit nach Hause nehmen können.

Wie viele Tage nach dem errechneten Geburtstermin wird die Geburt eingeleitet?

Prinzipiell wird erst noch ein paar Tage abgewartet und die Situation eingeschätzt. Spätestens 7- ca. 10 Tage nach dem errechneten Entbindungstermin wird aber in den meisten Fällen - je nach Situation und Geburtsklinik - mit der Einleitung begonnen, also in der 41. bis 42. SSW.

Warum muss ab einem gewissen Zeitpunkt nach dem Geburtstermin überhaupt eingeleitet werden?

Gegen Ende der Schwangerschaft besteht das Risiko, dass das Baby nicht mehr ausreichend von der Plazenta versorgt wird.

Neben dem Wohl des Kindes steht natürlich auch das der Mutter im Zentrum: Je länger die Schwangerschaft dauert, desto schwerer ist das Baby bei der Geburt. Durch eine Einleitung soll das Risiko für Verletzungen, wie beispielsweise ein Dammriss, verringert werden.

Auch bei Schwangeren die über 40, übergewichtig oder Raucherinnen sind, wird eine Einleitung nach dem verstrichenen Entbindungstermin empfohlen. 

Wann beginnt der Mutterschutz?

Auch hier kommt der errechnete Geburtstermin zum Einsatz: In Deutschland beginnt der Mutterschutz sechs Wochen vor dem Termin und endet acht Wochen nach der Geburt, bzw. 12 bei Früh- und Mehrlingsgeburten. 

Weitere Informationen zum Thema Mutterschutz findest Du auf dem Familienportal des Bundes.

Kann ich selbst Wehen auslösen?

Je näher das Ende der Schwangerschaft rückt, desto sehnsüchtiger warten die Eltern darauf, endlich ihren kleinen Schatz, in einigen Fällen sogar mehrere kleine Schätze, in den Armen zu halten.

In den Tagen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin kann mit einer Reihe von Hausmitteln ein bisschen nachgeholfen werden, beispielsweise mit Himbeerblättertee zur Unterstützung der Gebärmutter oder einem heißen Bad mit ätherischen Ölen (Ingwer oder Nelken).

Auch Bewegung wirkt wehenfördernd. Aber Vorsicht: Wenn Du sonst eher ein Sportmuffel bist, dann solltest Du jetzt in der Schwangerschaft nicht plötzlich zur ambitionierten Sportlerin werden. Denn das kann sich unter Umständen auch negativ auf Dich und das Baby auswirken.

Wie kann ich selbst überwachen, wie es meinem Baby geht?

Du kannst Dir einen fetalen Doppler für zu Hause kaufen, um zu Deiner Beruhigung ab und zu die Herztöne Deines Babys zu hören.

Davon würden wir aber eher abraten. Etwa ab der 18. SSW bis spätestens der 22. SSW wirst Du die Bewegungen Deines Babys sowieso spüren. Und ab diesem Zeitpunkt solltest Du Dich eher auf diese Bewegungen verlassen. Ein Doppler ist nicht ganz einfach anzuwenden und von daher machst Dich im Zweifel eher verrückt damit.

Wenn Du länger als 24-36 Stunden nichts spürst, dann suche bitte einen Arzt auf.

Nützliche Helfer vor und in der Schwangerschaft

Zuletzt aktualisiert am 4. Juli 2022, alle Angaben ohne Gewähr.

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